Buchrezension: „Joshua“ von Ally J. Stone

Titel: Joshua
Autor: Ally J. Stone
Verlag: –
Erschienen: 6. August 2016
Reihe: Geliebtes Blut (Band 0 – zusammenhängend)
Ausgaben: E-Book (0,99 €)
ASIN: B01JX6E9JE
Seitenzahl: ca. 72 Seiten
Lesezeit: ca. 1,5 Stunden
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Urban Fantasy
Schlagwörter: Werwölfe, Vampire, Veränderung

Klick mich!

„Sie ist ein Mensch. Und er ein unsterblicher Werwolf.“
~ Position 29 ~


Erster Satz

Völlig entspannt lässt Joshua sich in sein Kissen zurück sinken und zieht die junge Frau in seine Arme.

Inhalt (Quelle: Amazon)

Joshua ist erst siebzehn, als sich sein Leben plötzlich für immer verändert.
Nichtsahnend läuft er dem Vampir und Werwolfjäger Finley in die Arme, der ihn betäubt und entführt.
Als Joshua in einer fremden Umgebung erwacht, ist nichts mehr wie es war.
Getrennt von allen die er liebt und fernab von seinem alten Leben, nimmt eine haarsträubende Reise ihren Anfang …


„Der Wolf gehört zu dir, genau wie der Mensch zu dir gehört.“
~ Zachary | Position 459 ~


Meine Meinung

Cover

Das Cover ist mit den Kratzspuren zwar schlicht, jedoch eindeutig. Es ist nichts Außergewöhnliches und spiegelt den Inhalt der Novelle nicht gerade aufregend wider. Dass die gesamte Reihe bis auf die Farbe das gleiche Motiv aufweist, finde ich einfallslos und nicht sehr kreativ.

Titel

Joshua ist sowohl ein passender Titel für diese Novelle als auch der Name des Protagonisten. Er klingt interessant und verdeutlicht, dass es sich ausschließlich um Joshua handelt. Sonach wird der Titel dem Inhalt gerecht.

Story

Wie manche von euch vielleicht wissen, liebe ich Werwölfe. Jedoch hasse ich Geschichten, in denen sich Werwölfe und Vampire bekriegen. Es ist öde und mittlerweile abgegriffen. Ich bin dessen nur noch überdrüssig.
Zu meinem Glück handelt Joshua hauptsächlich davon, wie sich ein Siebzehnjähriger zu früh in einen Werwolf verwandelt. Nach diesem Ereignis habe ich mich auf Szenen gefreut, die beschreiben, wie Josh nun mit dieser Veränderung umgeht. Aber nachdem er sein zukünftiges Rudel kennengelernt hat, vergehen die interessantesten Monate, ohne dass die Autorin den Leser daran teilhaben lässt, und schließlich weiß sich der Protagonist weitestgehend unter Kontrolle. Während dieses Zeitraums hat mir schlichtweg die Spannung gefehlt, ein Abenteuer, das der Leser bei einer solchen Geschichte erwartet.
Mit dem Ende bin ich dennoch zufrieden, da dort die Gefühle greifbarer sind als zu Beginn der Novelle und es jene gut abschließt.
Dennoch wage ich zu behaupten, dass die Hauptfigur und deren Geschichte Potenzial besitzen, welches nicht ansatzweise ausgeschöpft wird.
Im Allgemeinen sind mir die Story und vor allem die Dialoge zu oberflächlich gewesen.

Figuren

Joshua ist eher der lässige Typ, und nach seiner Verwandlung ist er sich im Hinblick auf seine Zukunft unsicher. Seine Gefühle sind für mich nachvollziehbar gewesen. Allerdings steckt in dieser Figur – wie bereits erwähnt – mehr Potenzial, als die Autorin in dieser Novelle ausschöpft.
Zachary ist sein Retter und Mentor. Ich mag die Art, wie er mit Joshua und dessen Überforderung umgeht. Seine Charakterzüge sind für mich am detailliertesten herausgearbeitet worden.
Das Auftreten des Rudelführers Anthony hat mich neugierig auf dessen Persönlichkeit gemacht. Ich hätte gerne viel mehr über ihn erfahren, wäre Joshua nicht der zentrale Punkt der Geschichte gewesen. Von daher verstehe ich, dass sein Platz eher im Hintergrund ist.
Der Rest des Rudels und andere Nebencharaktere treten eher zurückhaltend auf bzw. sie hinterlassen keine Spuren.

Schreibstil

Ally J. Stone verwendet äußerst viele umgangssprachliche Wörter und Sätze und Floskeln, welche die Gefühle der Figuren nicht intensiv genug transportieren. Das ist mitunter ein Grund, weswegen ich die Reihe Geliebtes Blut nicht fortsetzen werde. Ein jugendlicher Schreibstil ist nichts Verwerfliches und einige finden großen Gefallen daran – ich jedoch nicht.
Außerdem habe ich mich an den Komma- und Rechtschreibfehlern gestört. Nachdem ich auf den letzten Seiten des E-Books gelesen habe, dass dieses Werk in einem Lektorat war, bin ich wahrlich enttäuscht gewesen. Allein im Klappentext habe ich drei Kommafehler entdeckt … Das ist schade.

Fazit & Bewertung

Joshua kratzt nur an der Oberfläche einer Geschichte um einen jungen Werwolf. Der Schreibstil ist definitiv nicht nach meinem Geschmack, da die Umgangssprache unangenehm überwiegt. Das Potenzial der Charaktere wurde nicht ausgeschöpft und ihre Gefühle haben mich kaum bis gar nicht erreicht. Darum erhält diese Novelle von mir ehrliche

1,5 heulende Wölfe

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